Freitag, August 14, 2009

[Lesen] Der Name des Windes - Patrick Rothfuss



Erste Sätze: Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum WEGSTEIN lag in Stille, und es war eine dreistimmige Stille.


Der Name des Windes ist die Geschichte von Kvothe. Als Besitzer eines Wirtshaus wird nur angedeutet, dass er wohl einmal einer der größten Helden dieser Welt war, und sich nun in diesem Wirtshaus davor versteckt. Da kommt ein Chronist vorbei, der seine Geschichte niederschreiben will. Es ist die Geschichte des jungen Kvothe, einem Wunderkind einer reisenden Künstlertruppe. Der sich jahrelang als Straßenjunge herumschlagen muss, und um zu überleben betteln und klauen muss. Der es unbedingt an die Universität schaffen will, um seine vielen Fragen zu beantwortetn. Und die Geschichte davon, wie er eine Frau kennen lernt.

Ich bin kein Fantasyfan. Ich hab Herr der Ringe gelesen und irgendwann im zweiten Band aufgehört. Trotzdem hatte ich Lust auf Fantasy... ich weiß nicht wieso. Eigentlich wollte ich ein episches Werk lesen. Trotzdem bin ich zum Namen des Windes gekommen, obwohl das Buch eigentlich nur der Anfang der Geschichte eines Einzelnen ist. Zum einen wurde mir das Buch im Literaturschockforum empfohlen, zum anderen hat mir das überschwängliche Lob von Druckfrisch Moderator Denis Scheck imponiert. Und es war kein Fehler die teuren 25 Euro für das Buch zu bezahlen.

Es hat eine Weile gedauert, bis mich das Buch in seinen Bann gezogen hat. Gerade der Anfang mit dem alten Kvothe (alt ist gut, da ist er auch erst um die 30) ist zwar bereits toll erzählt, aber doch etwas schwergängig. Aber sobald er mit seiner Geschichte anfängt, fesselt das Buch einen immer mehr! Wie gesagt, ich bin kein Fantasyfan. Umso mehr hat es mich gefreut, dass das Buch eine relativ "realistische" oder vielleicht besser glaubwürdige Welt beschreibt. Es gibt zwar Magie, aber die wird sogar einigermaßen "physikalisch" erklärt. Es gibt zwar mysthische Kreaturen, trotzdem laufen einem in der Regel nur Menschen über den Weg, Elfen, Zwerge etc. gibts hier soweit ich weiß nicht. Der Wert des Geldes kam mir etwas willkürlich vor, aber vielleicht waren damals einfach wirklich best. Dinge deutlich mehr Wert als andere (Kost und Logie, sowie die Studiengebühren kamen mir sehr günstig vor, gerade im Vergleich zu den Instrumenten).

Die Geschichte an sich ist eigentlich weder sonderlich spannend, noch irgendwann besonders überraschend. Trotzdem ist sie einfach wunderschön erzählt (ohne dabei ins Kitschige oder unnötig poetische abzudriften), und hat tolle, glaubwürdige Charaktere. Man könnte befürchten, dass das Buch etwas in die Richtung Harry Potter abdriftet, besonders da es auch um junge Menschen geht, die an einer Universität unter anderem die Zauberei studieren. Allerdings ist das Buch deutlich erwachsener, sowohl von der Sprache, wie auch von den Charakteren und den Handlungen. Es ist deutlich weniger "Märchenhaft"...

Zuviel weiteres möchte ich eigentlich auch nicht verraten. Ich möchte nur es jedem, der nicht sofort Reissaus nimmt wenn er Fantasy hört, dringend ans Herz legen, diesem Buch eine Chance zu nehmen. Es ist nicht nur ein herausragendes Fantasybuch, es ist auch einfach ein herausragendes Buch!

Fazit:

9 von 10

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2 Comments:

Anonymous Ein heißer Tipp said...

http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=40861 ;-)

Nett Rezi, aber wenn jeder so wie Du nur den Link zu seinem Blog im Eulennest abwerfen würde, wäre es dort ganz schön leer. Warum hast Du nicht statt des Links die komplette Rezi kopiert und dort eingestellt? Wäre der gleiche Arbeitsaufwand gewesen und hätte zahlreichen anderen Leuten weniger Arbeit und Ärger beschert. Für Deinen Blog kannst Du in Deiner Signatur werben, so wie andere auch. ;-)

8:02 vorm.  
Blogger LikeMike said...

Hallo und danke für den heißen Tipp ;-).

Tut mir leid, von dieser Forum Regel hab ich gar nicht gewusst. Der Grund, warum ich ich nicht die komplette Rezi da rein kopiere ist gar nicht so einfach zu erklären... ich bin in mehreren Foren unterwegs und habe irgendwie das Gefühl, dass es etwas den Wert von einer Rezension nimmt, wenn sie an vielen verschiedenen Orten auftaucht. Ich weiß, klingt etwas komisch, und ich geb mich auch nicht dem Irrglaube hin, dass meine Rezensionen dermaßen virtuos geschrieben sind. Trotzdem werde ich auch weiterhin meine Rezis nur hier vollständig schreiben, und in den Foren eben meine Meinung kurz zusammenfassen. Zur Diskussion gibts dann ja trotzdem noch viel Raum... und die Links kann ich dann von mir aus weglassen.

12:48 nachm.  

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